Wiedersehen unserer Patenkinder Prisca und Lilian 2015 in Kapnyeberai

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Auch auf dieser Reise war es uns wichtig, Prisca, Lilian und die anderen uns schon bekannten Waisenkinder wiederzusehen und ihre Entwicklung zu beobachten. Schon in der ersten Woche durften am Mittwochabend unsere beiden Schützlinge aus ihrer Schule anreisen. Die Wiedersehensfreude war riesig.

Prisca ging es nicht gut. Sr Gracia hatte uns schon von einem Augenleiden erzählt und wir machten uns Sorgen. Für Samstag war ein Termin beim Augenarzt vereinbart. Wir hatten sehr viel Arbeit in der Unit und am Donnerstag und Freitag wenig Zeit für die Kinder. Prisca half am Donnerstagnachmittag beim Assistieren, wir haben unsere Geschenke überreicht und alle Kinder mit den mitgebrachten Sachen eingekleidet.

Es wurde eine Liste mit allen noch benötigten Sachen für die Schule erstellt.

Am Samstagmorgen starteten wir zu unserem Ausflug nach Eldoret, der nächstgrößeren Stadt. Wir hatten 5 Kinder dabei, außer Prisca und Lilian noch Doreen, die im Konvent lebt, und Lewis und Johanna, die auch im Internat wohnen. 6 Erwachsene und 5 Kinder stiegen ins Auto.

Zuerst ging es zum Augenarzt. Die Wartezeit wurde zum Geldwechsel benutzt, dann kamen die wichtigsten Einkäufe. Schwarze Schuhe für die Schule wurden gebraucht auf dem Markt gekauft, sie kosten dort nur ca. 5€ das Paar, neue sind zu teuer. Desweiteren kauften wir Freizeitschuhe, Sportschuhe, Schulsocken und im Supermarkt alles, was in der Schule benötigt wird und erlaubt ist (Waschmittel, Schuhcreme, Brot, Milch, Kekse…).

Endlich ging es in den Freizeitpark. Zuerst gab es Lunch, danach wurde gebadet. Die Kinder lieben den Swimmingpool, und diesmal nutzten wir ebenfalls die Möglichkeit zu einer Abkühlung. Komisch, drei Weiße unter lauter Schwarzen – eine ganz neue Erfahrung für alle.

Die Kinder hatten ihre helle Freude, als wir sie ins große Becken holten und versuchten, ihnen das Schwimmen beizubringen. Als alle blaugefroren waren, wurde zum Aufbruch gedrängt. Noch eine Runde Kettenkarussel fahren, dann war es schon wieder Zeit für dir Heimfahrt. Ein letzter Halt auf einem Markt – es passte alles noch ins Auto. Dann folgte eine fröhliche Heimfahrt mit den Kindern auf unserem Schoß.

Mit einem gemeinsamen Abendessen im Freien endete ein sehr schöner Tag. Am Sonntagmorgen trafen wir uns um 7.00 Uhr zum Gottesdienst. Danach gab es Frühstück, und unsere Kinder kamen zur Untersuchung i n die Zahnstation.

Nochmal ein Essen, und die Fahrt ins Internat stand an, bis Nyabondo sind es 3 Stunden. Die kleine Lilian weinte bitterlich zum Abschied, aber wir konnten den Kindern versprechen, sie noch einmal in der Schule zu besuchen.

Bis zu unserem Wiedersehen gab es noch viele Dinge zu erledigen. Die Kinder hatten keine Metratzen, drei noch nicht einmal Zudecken. Schulbücher für Klasse 2,3 und 7 wurden gekauft, von uns gleich eingebunden, und die Schuluniformen und Sportanzüge werden später von der Sister gekauft. Von Sister Gracia hab ich die Aufstellung der Schulkosten bekommen, für Prisca bezahlen wir inzwischen 600 €, für Lilian 500 € im Jahr, zuzüglich Kleidung, Examensgeld und Geld für die Ferien.

Gut, dass wir so viele Spenden bekommen haben. Dafür möchte ich mich nochmals ganz herzlich bei allen Spendern bedanken. Die Spendenabrechnung hängt separat aus.

Auf dem Rückweg von unserem mobile haben wir uns von unseren kleinen Freunden in ihrer Schule verabschiedet. Die Trennung fällt uns jedesmal schwer, aber wir hatten den Eindruck, die Kinder fühlen sich wohl in ihrer Schule. Sie wollen unbedingt lernen und sind stolz und dankbar, dass sie diese Möglichkeit haben.

Ich denke, wir hören auch weiterhin über Sr. Gracia voneinander und freuen uns schon auf ein Wiedersehen.